Grenzturm an der Ostsee - Ostseegrenzturm

Ihr persönliches Angebot

Online buchen

Kostenfreie Info- und Buchungshotline

0 800 / 123 32 32


Grenzturm an der Ostsee

Kühlungsborner Mahnmal gegen das Vergessen

A B C D E F G H IJ K L M N O P R S T U V W Y Z

Nach dem Mauerbau um Westberlin im Jahre 1961 war die Ostsee der vielversprechendste Fluchtweg aus der DDR geworden. Deshalb wurde die komplette Küste von 25 Grenzbeobachtungstürmen bewacht, von denen aber nur noch zwei erhalten geblieben sind. Der Grenzturmverein Kühlungsborn pflegt seit 1991 den Turm und erhält ihn als Denkmal um zu verhindern, dass diese Ereignisse in Vergessenheit geraten.

Der Turm

Der Turm ist 15 Meter hoch und war mit einem fest montierten Fernrohr, Suchscheinwerfer, Schießscharten, Zielpeilung und Funkgerät ausgerüstet, bestens dafür geeignet, seiner angedachten Aufgabe nachzukommen. Diese beinhaltete sowohl die Beobachtung von verdächtigen Schiffsbewegungen auf der Ostsee vor der Küste als natürlich primär auch Fluchtversuche in den Westen zu verhindern. Vom Turm aus konnte die vier Mann starke Besatzung ein Gebiet von rund 12 Seemeilen überblicken, inklusive des Kühlungsborner Strands. Hierbei wurde sie zusätzlich von mobilen Lichtbogenwerfern unterstützt, deren Lichtstrahl weit aufs Meer hinaus reichte. Diese äußerst effiziente Kombination wurde vielen Flüchtenden zum Verhängnis, die oft nicht weit von der Küste entfernt aufgegriffen werden konnten. Diese zu erreichen gestaltete sich im übrigen keineswegs als einfaches Unterfangen, denn überall lauerten Spitzel, Polizei und die Stasi.

Die Ausstellung

Seit 2012 kann ein Besucher Kühlungsborns ungefähr erahnen, welche Strapazen die ihr Heil in der Flucht Suchenden auf sich nehmen mussten und welch extremer mentaler Belastung sie ausgesetzt waren. In liebevoller Arbeit wurden hier nämlich zahlreiche Originaldokumente, Fluchtgefährte und viele weitere Ausstellungsstücke zusammengetragen, die sowohl den Alltag im Turm als auch den der Flüchtenden eindrucksvoll präsentieren.

Einblicke in eine Odyssee des Schreckens

Betrachtet man das kleine Schlauchboot mit dem Jörn Wiek 1987 aus Pepelow in den Westen flüchtete, so zuckt man unwillkürlich innerlich zusammen. Man kommt nicht umher die Kombination aus Glück und schierer Willensstärke zu bewundern, die dazu führte, dass es Wiek schließlich gelang das viele Seemeilen von Kühlungsborn entfernte Neustadt zu erreichen. Hierbei befand er sich nicht nur im Kampf mit der Natur sondern stand auch ständig unter der Gefahr von den Minensuch- und Räumschiffen oder einem Küstenschutzschiff der Volksmarine aufgegriffen bzw. versenkt zu werden. Von den 38 in Dokumenten festgehaltenen Fluchtversuchen sind gerade einmal 15 Menschen am rettenden Ufer auf der anderen Seite angekommen, eine unbekannte Anzahl musste mit dem Leben bezahlen bzw. wurde bereits vor Erreichen der Ostsee aufgegriffen.

Ein Besuch des Ostsee-Grenzturms und der dazugehörigen Ausstellung ist eine Reise in die Geschichte und ein Mahnmal gegen das Vergessen. Sie erreichen den Turm, den Sie jeden Freitag von 15.00 Uhr - 17.00 Uhr besichtigen können, nach einem kurzen Spaziergang von unserem Hotel in Kühlungsborn.


    MORADA STRANDHOTEL OSTSEEBAD KÜHLUNGSBORN
Rudolf-Breitscheid-Straße 19 - 18225 Ostseebad Kühlungsborn
Kontakt | Impressum | AGB | Sitemap | Datenschutz | KÜBOMARE | Startseite
Webseite auf Facebook teilen